Innoregio Mittelsachsen e.V.
 

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Struktur und Entwicklung der Technologieregion Freiberg Drucken

Die Technologieregion Freiberg liegt zentral auf der sächsischen „Technologieachse“ Zwickau-Chemnitz - Freiberg - Dresden und bietet Dank einer bedeutenden Anzahl hervorragender Forschungseinrichtungen und Dienstleister sowie namhafter Unternehmen und engagierter Akteure aus Wirtschaft und Politik ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vernetzung.

 

      

Mit rund 144.000 Einwohnern befindet sich der ehemalige Landkreis Freiberg in der geografischen Mitte des Freistaates Sachsen. Er ist dem Erzgebirge bzw. dem Erzgebirgsvorland zuzuordnen. Günstige Verkehrsanbindungen ergeben sich durch die Autobahn

A4 und die Eisenbahnstrecke "Sachsenmagistrale".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Struktur:

Im Ergebnis des Strukturwandels der 1990er Jahre bestimmen High-Tech-Unternehmen der Halbleiterbranche sowie innovative Unternehmen und Dienstleister auf dem Umweltsektor, der Elektrotechnik/Elektronik und der Werkstofftechnik das Profil der Region.

Durch die Präsenz der Unternehmen

hat sich die Technologieregion Freiberg neben Dresden zu einem wichtigen Standort der Mikroelektronik mit überregionaler Ausstrahlung entwickelt.

Im Mittelpunkt des Umweltsektors steht der Gedanke geschlossener Stoffkreisläufe als Beitrag für nachhaltiges Wirtschaften. Auf diesem Gebiet verfügt die Region Freiberg seit Jahren über anerkannte Kompetenzen mit überregionaler Bedeutung. So sind die in Freiberg entwickelten Technologien zu

führend in Europa.

 

Die Potentiale Werkstofftechnik und Umwelttechnik werden durch den InnoRegio Freiberg e.V. zielorientiert ausgebaut und mit weiteren Bereichen, insbesondere den Feldern der regenerativen Energieerzeugung und Energieeffizienztechnologien, vernetzt. Dabei geht es um die Entwicklung von Projekten sowohl zum stofflich als auch zum energetisch nachhaltigen und ressourcenschonenden Wirtschaften. Wichtige Partner im Bereich erneuerbare Energien sind u.a.:

 

Die Unternehmen werden unterstützt durch eine überdurchschnittliche Anzahl von Forschungseinrichtungen und innovativen Dienstleistern. Neben der

 

 

Entwicklung:

Mit der Entdeckung reicher Silbererzvorkommen im Jahre 1168 a.d. wurde die Region Freiberg über Jahrhunderte durch das Bergbau- und Hüttenwesen dominiert. Die beiden Industriezweige waren lange Zeit untrennbar miteinander verbunden. Bergbau und Hüttenwesen wurden in der Freiberger Region über 800 Jahre fast ununterbrochen mit unterschiedlicher Intensität betrieben. Ursache für solche Schwankungen waren die geologischen Bedingungen, welche die Entwicklung der technischen, ökonomischen, politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Verhältnisse entscheidend prägten. Diesbezüglich herrschte seit den Anfängen des Berg- und Hüttenwesens eine unglaubliche Dynamik. Diese wurde begleitet von der Aneignung enormer Produktionserfahrung und theoretischem Erkenntnisfortschritt.

 



Die Restrukturierung der lokalen Wirtschaft, weg von Bergbauaktivitäten, begann bereits ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Bezeichnend für diese Entwicklung war die Entstehung kleiner und mittelgroßer Betriebe, die in vielen Fällen direkt oder indirekt mit dem Berg- und Hüttenwesen verbunden waren, so in etwa der Maschinenbau, die Blei- und Zinnwarenfabrikation, der Präzisionsinstrumentenbau sowie die metallverarbeitende und elektrotechnische Industrie. Aufbauend auf dem sich entfaltenden Know-how im Bereich der Be- und Verarbeitung metallischer Rohstoffe entstanden in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wissenschaftliche Industriebetriebe für Halbleitererzeugnisse und Montanwesen, darunter der "VEB Spurenmetalle" sowie das "Bergbau- und Hüttenkombinat Albert-Funk".

 

Wie in ganz Ostdeutschland führte der Transformationsprozess, im Zuge der Privatisierung und Liberalisierung nach der politischen Wende 1990, auch in Freiberg zu erheblichen Anpassungs- und Umstrukturierungsprozessen. Mit der Aufteilung des VEB Spurenmetalle in drei eigenständische Geschäftsbereiche – Solar-Silizium; Elektronik-Silizium, Gallium-Arsenid – sowie der Zerschlagung des „Bergbau und Hüttenkombinates Albert-Funk“ und der damit in Verbindung zu setzenden Entwicklung der Recyclingindustrie entstand eine tragfähige Unternehmensstruktur, welche die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Technologieregion Freiberg bis heute grundlegend dominieren.
(ausführlichere Informationen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Technologieregion Freiberg liefert die Publikation „Die Freiberger Halbleiterindustrie - Entstehung und Entwicklung“ – im Downloadbereich)