Innoregio Mittelsachsen e.V.
 

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Entwicklung thermischer Spritzbeschichtungen (RIST) Drucken
                            
Projektleiter:
 
Rüdiger Schülein,
Sulzer Metco Coatings GmbH
 
Laufzeit:
 
01/2005 - 06/2006
 
Projektpartner:TU Bergakademie Freiberg,
Institut für Metallkunde
Sulzer Metco Coatings GmbH,
Werk Weißenborn
 
Wesentliche Unterauftragnehmer:           

 

SIDAF, Freiberg
GTT, Freiberg
Cutec, Clausthal-Zellerfeld
FhG, IFAM, Dresden

                 

Inhalt:

In industriellen Hochtemperaturprozessen zur Vergasung von Reststoffen oder zur energetischen Nutzung und Mitverbrennung von u.a. Abfällen, Sondermüll oder Biomasse herrschen aufgrund der spezifischen Zusammensetzung der Einsatzstoffe hochkorrosive Bedingungen, die durch die zukünftig weiter steigenden Prozesstemperaturen noch an Wirksamkeit zunehmen.
Die heute üblicherweise verwendeten Konstruktionswerkstoffe für Verdampferwände, Dampfrohre oder Einbauten widerstehen dem komplexen Korrosionsangriff der hohen Temperaturen nicht ausreichend lange. Mit thermischen Spritzeschichtungen auf den korrosionsgefährdeten Bauteilen steht ein einfacher und preisgünstiger Oberflächenschutz alternativ zum Austausch von Komponenten oder zur Verwendung hochwertiger Konstruktionsmaterialien zur Verfügung.
Beim Beschichtungsprozess durch thermisches Spritzen finden durch Temperatur, Sauerstoff und Brenngase an den Partikeloberflächen Veränderungen wie Oxidbildung oder Phasenumwandlung statt. Damit einher gehen Veränderungen des Korrosionsverhaltens gegenüber dem vom Vollmaterial gleicher Zusammensetzung bekannten Verhalten. 
        
Durch detaillierte experimentelle Untersuchung der Korrosionsprozesse in thermischen Spritzschichten, hinsichtlich chemischer Zusammensetzung, Phasenausbildung, Teilchengröße, Poren, Dichte, Eigenspannung und durch Entwicklung und Abgleichen von numerischen Verfahren zur Vorhersage der Phasenzusammensetzung und Phasenumwandlungen werden neuartige thermische Spritzschichten mit geeigneter Mikrostruktur für energetische Verwertungsanlagen entwickelt. 
         
Am Ende wird erwartet, einen Beschichtungsprototyp zur Verfügung zu haben, der bei Temperaturen von bis zu 600ºC Oberflächentemperatur eingesetzt werden kann.

           


Thermisches Beschichten ( hier HVOF Prozeß)
eines Kesselrohres